Hämorrhoiden veröden lassen sinnvoll oder nicht?

Hämorrhoiden können Probleme verursachen und durch Symptome, wie beispielsweise Juckreiz, Bluten oder aber durch Stuhlschmieren oder dem Nässen im analen Bereich unangenehmes Befinden auslösen. Eine verbreitete Therapie – Methode in diesen Fällen ist es, die Hämorrhoiden veröden zu lassen. Doch wie wird so etwas gemacht und hilft es tatsächlich?

Hämorrhoiden veröden – ein ambulanter Eingriff

Bei Hämorrhoiden ist das Veröden im ersten und zweiten Grad eine übliche Behandlungsmethode. Dafür ist allerdings kein klinischer Aufenthalt notwendig. Bei der sogenannten Sklerosierung wird mit Hilfe eines Proktoskops ( Rohr) und durch eine Injektionsnadel eine Flüssigkeit verabreicht, welche direkt in den jeweiligen Hämorrhoidenknoten verabreicht wird. Durch diese Flüssigkeit wird eine Entzündung gefördert, die dann den Zufluss von Blut drosselt und dadurch im Ergebnis den Hämorrhoidenknoten schrumpfen lässt.

Da diese Hämorrhoiden Behandlung keine Schmerzen verursacht und auf Grund dessen auch keine lokale Betäubung notwendig wird, kann diese Behandlung durchaus auch von einem niedergelassenen Facharzt (Proktologen) vorgenommen werden. Es wird auch immer nur ein Teil verödet, da Hämorrhoiden keine überflüssige Bedeutung besitzen, sondern einen durchaus sinnvollen Bestandteil des Darms darstellen. Sie gehören zu einem Gefäßgeflecht, welches dafür sorgt, dass die Stuhlentleerung kontrolliert werden kann. Diese Therapiemaßnahme hat sich als wirkungsvoll erwiesen, da über einen längeren Zeitraum hinweg meist keine neuen Beschwerden auftreten.

Voraussetzung für diese Behandlungsform

Vor dem Hämorrhoiden veröden wird der Patient genau untersucht und festgestellt, ob das Veröden als Behandlungsform tatsächlich angebracht ist. Sollte zudem eine andere Erkrankung des Darmes vorliegen, wie beispielsweise Morbus Crohn, dann ist das Hämorrhoiden veröden als Therapiemaßnahme nicht möglich.

Sklerosierung als Behandlungsform vorteilhaft

Da die Behandlung keine Schmerzen verursacht, über einen langen Zeitraum den Patienten beschwerdefrei sein lässt und ohne einen klinischen Aufenthalt durchgeführt werden kann, wird diese Art der Therapie bevorzugt eingesetzt. Auch wenn nach einigen Jahren wiederholt Beschwerden auftreten können, bereitet das Veröden keine erwähnenswerten Probleme.

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